Als selbstständige Korrektorin und Lektorin geht es mir wie jeder und jedem anderen Selbstständigen auch – ich muss mich selbst darum bemühen, genug Aufträge an Land zu ziehen, um ein möglichst stabiles Einkommen zu haben.

Die Frage, wie meine Aufträge zustande kommen, lässt sich gar nicht so pauschal beantworten, spielen doch eine Menge Faktoren mit. Bevor es tatsächlich zu einer Zusammenarbeit mit meinen Kund*innen kommt, ist es manchmal ein langer Weg. Der beginnt in der Regel damit, dass potenzielle Kund*innen auf mich und meine Dienstleistung aufmerksam werden und mich kontaktieren. Stimmen Rahmenbedingungen (Kosten, Zeitrahmen etc.) und Sympathie, erhalte ich den Auftrag und mache mich an die Arbeit. Die alles entscheidende Frage ist nun:

Wie werden potenzielle Kund*innen auf mich aufmerksam?

Ich setze auf einen bunten Werbemaßnahmenmix. Dabei überprüfe ich laufend die Wirksamkeit der einzelnen Aktionen – gegebenenfalls variiere ich dann die Gewichtung, ändere Kleinigkeiten ab oder versuche etwas ganz Neues. Um in meiner Region bekannt zu werden, haben sich folgende Werbeaktionen als besonders hilfreich erwiesen:

  • Flyer und Visitenkarten auslegen bzw. bei jeder Gelegenheit verteilen
  • Familie, Freunde und Bekannte über die eigene Dienstleistung informieren – es ist gut, wenn viele Menschen über dich und dein Unternehmen sprechen
  • Zeitungsartikel in regionalen Printmedien helfen ebenfalls beim Bekanntwerden
  • Vernetzung: Zusammenarbeit mit hiesigen Unternehmen (beispielsweise Grafikbüros) anstreben

Für eine gute Sichtbarkeit über das Südburgenland hinaus habe ich mich hauptsächlich darauf fokussiert:

  • Bewertungen und Empfehlungen zufriedener Kund*innen erhalten und sichtbar machen
  • Website nach Möglichkeit nach SEO-Kriterien aufbauen, um eine gute Platzierung in den organischen Suchergebnissen von Suchmaschinen zu erreichen
  • mit GoogleAds-Werbung etwas nachhelfen
  • Social-Media-Präsenz zeigen: Ich bin zwar nicht die aktivste Posterin, aber für einen kleinen Einblick in mein Tun reicht es allemal.
  • automatisiertes E-Mail-Marketing

Der Großteil meiner Marketingmaßnahmen kostet kein Geld, sondern nur Zeit, die man natürlich in den Arbeitsalltag einkalkulieren muss. Schließlich sind es keine Freizeitaktivitäten. Als wichtigen Punkt möchte ich noch das Anbieten eines kostenlosen Probelektorats oder -korrektorats nennen. So können sich Autor*innen oder Unternehmer*innen vorab von meiner Arbeit überzeugen. Dadurch habe ich schon den ein oder anderen Auftrag erhalten. Neben dem Fokus all dieser genannten Maßnahmen, die sich im Wesentlichen nur auf die Neukund*innenakquise beziehen, ist der Aufbau von langfristigen Beziehungen sehr wichtig. Die Folgeaufträge von Kund*innen, die immer wieder mit ihren Texten zu mir kommen, sind essenziell und bestätigen mich auch als Korrektorin und Lektorin in meiner täglichen Arbeit.

Fazit: Man muss besonders anfangs viel Zeit investieren, um regional und überregional bekannt zu werden und sich ein Netzwerk sowie einen treuen Kund*innenstamm aufzubauen. Die aufgebrachte Zeit lohnt sich aber in jedem Fall.